KW 53: Flüchtlingshelfer bitten Merkel um Hilfe, Mann im Bus niedergestochen, Umrüstung der Straßenlaternen, Fast keine Flüchtlingskinder in der Schule

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Liebe Leser, die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer haben der Kanzlerin einen offenen Brief geschrieben, im Bus 137 wurde ein Mann niedergestochen und die Umrüstung der Straßenlaternen im Bezirk hat begonnen. Außerdem haben wir die beste Silvesterpartys für Sie. Viel Spaß mit dem wichtigisten der vergangenen sieben Tage.

\ SPANDAU AKTUELL /

Flüchtlingshelfer bitten Merkel um Hilfe: In ihrer Verzweiflung haben sich die freiwilligen Helfer in Spandau jetzt anKanzlerin Angela Merkel (CDU) gewandt. In einem offenen Brief schildern sie die schwierige Lage am Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und bitten um Hilfe. Mehrere Hundert Flüchtlinge müssen jeden Tag auf dem Gelände darauf warten, ihren Asylantrag zu stellen. „Bei Wetterbedingungen wie heute steht man knöcheltief in Schlamm und Dreck“, heißt es in dem Schreiben. Zudem müssen die Helfer die Versorgung der Flüchtlinge komplett privat finanzieren.
morgenpost.de

Mann im Bus 137 niedergestochen: Ein 28-Jähriger ist nach einem Streit in einem BVG-Bus niedergestochen und schwer verletzt worden. Er wurde am Dienstagnachmittag in Staaken von zwei Männern angegriffen, nachdem er ausgestiegen war. Einer der Angreifer fuhr zuvor auch mit dem Bus der Linie 137, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Zeugen zufolge hatte es zwischen ihm und dem späteren Opfer bereits während der Fahrt eine verbale Auseinandersetzung gegeben. Der zweite Angreifer war an der Haltestelle hinzu gekommen. Die beiden unbekannten Männer verletzten den 28-Jährigen mit einem Messer am Bauch und liefen davon. Ihr Opfer wurde in ein Krankenhaus gebracht.
berlinonlinde.de

Umrüstung der Straßenlaternen: Spandau bildete zusammen mit dem Neuköllner Schillerkiez den Schwerpunkt für die erste Phase der Umrüstung der historischen Gasaufsatz- und Gashängeleuchten in Berlin auf elektrisch betriebene LED-Leuchten. Sie umfasste insgesamt 1400 Laternen und wurde mit rund 2,3 Millionen Euro aus dem EFRE-Programm der EU gefördert. In großen Teilen der Wilhelmstadt sowie rund um den Wansdorfer Platz in Hakenfelde ist die neue Straßenbeleuchtung installiert worden. Das historische Erscheinungsbild bleibt aber erhalten. Bis 2018 werden rund 1800 weitere Gasleuchten in Spandau umgerüstet, dann wäre der Bezirk fast komplett elektrifiziert.
tagesspiegel.de

Fast keine Flüchtlingskinder in der Schule: Die 50 Willkommensklassen die in Spandauer Schulen für die Flüchtlinge eingerichtet bleiben leer oder sind nur mäßig frequentiert. Das bestätigte Bildungsstadtrat Gerhard Hanke (CDU) auf Anfrage. Manchmal gibt es Überschneidungen mit anderen Terminen beispielsweise beim LaGeSo oder die Betroffenen erkennen die Wichtigkeit nicht. Außerdem komme es immer wieder vor, dass Familien zum Untersuchungstermin überhaupt nicht mehr in Spandau sind. Gelegentlich gebe es auch Kommunikationsprobleme mit den ehrenamtlichen Helfern. Es sei wichtig, dass diese sich mit den hauptamtlich Tätigen abstimmen.
tagesspiegel.de

Senat abgewiesen: Bezirksamt weigert sich weiter Schulsporthallen als Notunterkünfte anzubieten berliner-woche.de
Neue Spielanlagen: Spielplatz „Lünette“ ist wieder vollständig nutzbar berliner-woche.de
Indoar-Spielplatz Blumenstraße: Kostenlose Kinderbetreuung bis März jeden Sonntag Nachmittag berliner-woche.de

Fraktionschef Paolini (Piraten) tritt nicht mehr an: Die Piratenfraktion muss sich neu sortieren. Ihr Chef Emilio Paolini tritt zur Wahl 2016 nicht mehr an.„Ich will neuen Leuten die Chance geben, den nötigen frischen Wind in die Spandauer Piraten zu blasen.“, so Paolini. Außerdem sollen private Gründe für seine Entscheidung ausschlaggebend gewesen sein. 2011 war die Piraten Partei aus dem Stand heraus mit 6,7 Prozent in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) eingezogen. Der Kommunalpolitik in Spandau will Emilio Paolini aber weiterhin treu bleiben.
berliner-woche.de

Security angegriffen: Ein Sicherheitsmann der Erstaufnahme an der Motardstraße musste sich in der Nacht zum 25. Dezember gegen einen Unbekannten verteidigen. Der Mann hatte ihn zunächst durch die geöffnete Scheibe des Pförtnerhäuschens angesprochen und gefragt, ob hier ein Asylbewerberheim sei und er hier eine Bombe legen könne. Der Security-Mann forderte ihn auf zu gehen. Doch der Unbekannte griff durch die geöffnete Scheibe und versuchte, den Sicherheitsmann herauszuziehen. Der schlug dem Angreifer daraufhin ins Gesicht, worauf der Unbekannte ihn mehrfach beleidigte, aber schließlich flüchtete. Der Sicherheitsmann alarmierte die Polizei. Bei dem Angriff erlitt er eine leichte Prellung an der Hand.
berliner-woche.de

Polizei-Ticker: Zwei Maskierte haben am frühen Morgen des 26. Dezember ein Lokal am Brunsbütteler Damm überfallen; die Täter flüchteten unerkannt mit den Tageseinnahmen. Nach einem Einbruch in Arztpraxis wurde ein 25-jähriger Intensivtäter festgenommen; kletterte über ein Baugerüst auf die Dachterrasse und schlug die Glastür ein.
berliner-woche.de (Überfall); berlinonline.de (Einbruch)

\ ZAHL DER WOCHE /

44 Prozent der Wege werden in Spandau mit dem Auto gefahren. In keinem anderen Bezirk wird so häufig das Auto benutzt; nur Reinickendorf liegt mit Spandau gleich auf.
tagesspiegel.de

\ STADTLEBEN /

Ehrenamtsprojekt „Starthelfer“ beschleunigt Integration: „Willkommen in unseren Dörfern in Gatow, Kladow und Groß Glienicke“ – unter diesem Motto haben die Gemeinden das Bündnis für Flüchtlingshilfe ins Leben gerufen.„Starthelfer“ will die Flüchtlinge bei ihren ersten Schritten im neuen Land begleiten, für Kontakt zu den neuen Nachbarn sorgen und so Ängste und Vorurteile abzubauen. Es gibt bereits Deutschunterricht, gemeinsamen Kochen und Sich-Kennenlernen ein und auch eine komplett eingerichtete Nähwerkstatt, dank etlicher Spenden. Rund 50 Ehrenamtliche begleiten die Flüchtlinge zu Ämtern, helfen beim Ausfüllen von Formularen und machen mit ihnen Ausflügen.
berliner-woche.de

Erste Mix Markt-Filiale: Am Brunsbütteler Damm 273 gibt es jetzt die erste Mix Markt-Filiale in Spandau. Das Mix Markt-Konzept gibt es schon seit 1997, mit der ersten Filiale in Oerlinghauen und der Philosophie Produkte mit hervorragender Qualität zu unschlagbar günstigen Preisen anzubieten. Die Produktpalette besteht aus vielen russischen Spezialitäten sowie aus Spezialitäten aus Süd- und Osteuropa, Asien und Deutschland. Ergänzt wird die Produktpalette aus weiteren Artikeln, die in einem Supermarkt erwartet werden, bis hin zu Drogerie- und Haushaltswaren.
berliner-woche.de

Podiumsdiskussion Wohnraumversorgung: Am 12. November hat das Abgeordnetenhaus von Berlin das Berliner Wohnraumversorgungsgesetz (WoVG Bln) verabschiedet. Jetzt lädt Bezirksstadtrat Stephan Machulik zur Podiumsdiskussion ein, um über die Auswirkungen des neuen Gesetzes und die neugeschaffenen Hilfen für die MieterInnen zu reden. Das Gestz soll schnell und effizient den einkommensschwächeren Haushalten in Berlin helfen. Durch die angestrebte Dämpfung der Mietentwicklung und den verstärkten Wohnungsneubau profitieren jedoch davon alle Mieterinnen und Mieter Berlins. Die Diskussion finder am 7. Januar um 19.00 Uhr im Klubhaus Spandau Westerwaldstraße 13 statt.
berlin.de

Auf der Zitadelle ins neue Jahr feiern: Die Arbeitsgemeinschaft Altstadt Spandau feiert am 31. Dezember ab 19 Uhr ihre traditionelle Silvesterparty auf der Zitadelle. Bis 21 Uhr gibt es eine Open-Air-Disco für Kinder und Familien. Dabei unterhalten auch Ulf, der Spielmann und Dackel Düsenfuß. Ein Kinderfeuerwerk schließt diesen Programmpunkt ab. Die Erwachsenenparty beginnt ab 21 Uhr mit DJ „Heddie“ auf einer Freilufttanzfläche. Mit Glockengeläut und Musik-Feuerwerk geht es dann ins neue Jahr.
berliner-woche.de

„Silvesterpunsch-Wanderung VW“ ;Treffpunkt: 09:45 Uhr BUS-Haltestelle Karolinenhöhe in der Potsdamer Chaussee (BUS 135, 604, 638) berlin.de
Große Silvesterparty im Brauhaus Spandau ab 19:00. brauhaus-spandau.de
Silvesterparty im Raymons – Das Fischrestaurant. Frieda-Arnheim-Promenade 7, ab 18:00 Uhr. partner-fuer-spandau.de
Schwarzblonde Silvester Revue; Beginn 17 Uhr im Kulturhaus Spandau, Theatersaal. partner-fuer-spandau.de

\ SPORT /

Wasserfreunde Spandau engagieren sich für Flüchtling: Die Wasserfreunde Spandau nahmen 2015 ordentlich Geld in die Hand, um Flüchtlings-Kindern zu helfen und wollen das im kommenden Jahr fortsetzen. Sie holen die Kinder aus der Poelchau-Schule und einem Flüchtlingsheim am Askanierring und gehen mit ihnen Schwimmen. Der Verein kommt immer sonnabends mit bis zu sechs Bussen. Für die Flüchtlingskinder ein Highlight. Manche Familien fahren selbstständig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Forumbad, um ihren Kindern von der Tribüne aus zuzusehen. Außerdem gab es eine Weihnachtsfeier und einige Kinder ohne Eltern, aber auch ganze Flüchtlings-Familien, wurden von Vereinsmitgliedern zu Weihnachten nach Hause eingeladen.
bz-berlin.de

Wir wünschen allen Lesern einen ausgelassene und feuchtfröhlichen Rutsch ins neue Jahr und wenn es was zu kommentieren gibt, bitte auf spandau-journal.de erledigen.

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